Zur Evolution der Religiosität

Seit einigen Jahren macht die sogenannte „Neurotheologie“ von sich reden. Damit sind Beiträge von Neurologen zu Fragen der Religiosität und der Existenz Gottes gemeint. Keine Frage, solche Befunde lassen sich leicht abtun. Man könnte Hirnforscher auf der Suche nach Gott mit Leuten vergleichen, die den Fernseher aufschrauben, um den Nachrichtensprecher zu finden. Aber wäre damit das Eigentliche, auch das wissenschaftlich Interessante bereits gesagt?

Warum haben wir Gehirne, die solche Signale konstruieren oder empfangen können? Die religiöse Frage bekommt so eine empirisch erforschbare und eine zeitliche Dimension: Seit wann sind religiöse Erfahrungen belegt? Wie und wo finden sie heute statt? Und lassen sich Schlüsse in Bezug auf die Zukunft ziehen? Haben wir es mit – gegebenenfalls nützlichen – Illusionen zu tun? Oder könnte gar der gesamte Evolutionsprozess als ein grandioses Offenbarungsgeschehen verstanden werden?

Dr. Michael Blume ist Religions- und Politikwissenschaftler. Er ist zuständig für die nicht christlichen Religionen und Minderheiten in Baden-Württemberg und Anti-Semitismus-Beauftragter. Er hat über die Frage der Neurotheologie promoviert und zusammen mit Rüdiger Vaas 2008 das Buch Gott, Gene und Gehirn. Warum Glaube nützt. Die Evolution der Religiosität (Hirzel) veröffentlicht.

Leitung: Dr. Michael Blume, Filderstadt
Termin: 10.05.2019
Kursnummer: 050
Uhrzeit:

Freitag 17–20 Uhr mit einer Pause für das Abendessen

 

Kursgebühr: 13 €
Abendessen: 12 €

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