Woher sie kommen, was sie anrichten, wie wir ihnen begegnen können

In Zeiten der Corona-Pandemie erleben wir globale und persönliche Verunsicherungen. Dies bietet den perfekten Nährboden für Verschwörungsmythen. Menschen suchen Schuldige für ihre eigenen Krisen und die Krise der Welt. Egal ob in Deutschland, Europa oder in der vernetzten Welt von Sozialen Medien: Mal werden generell „die da oben“, Politiker oder Ärzte beschuldigt. Dann wiederum sind es Journalisten, Muslime oder Frauen, die zu Zielscheiben werden. Und am Ende dieser Verschwörungsspirale findet sich häufig ein jahrhundertealtes Feindbild: die Erzählung von einer jüdischen Weltverschwörung.

Der Referent zeigt auf, wie es sein kann, dass Menschen aus der Mitte der Gesellschaft plötzlich Antworten in anti-semitischen Verschwörungsmythen suchen. Er klärt darüber auf, welche Gefahren in diesen Weltdeutungen liegen und wie sie unsere gesamte liberale Demokratie in Frage stellen können. Doch wer die Welt verstehen und ihre Probleme wirklich angehen möchte, muss Abstand von platten Schuldzuweisungen und allzu einfachen Antworten nehmen.

Dr. Michael Blume publiziert und bloggt als Religionswissenschaftler regelmäßig zu unterschiedlichen Themen in den Bereichen von Religion und Politik. Seit 2003 arbeitet er im Staatsministerium Baden-Württemberg und wurde 2018 zum Beauftragten des Landes gegen Antisemitismus berufen. In seinem Podcast Verschwörungsfragen klärt er über unterschiedliche antisemitische Mythen auf.

Leitung: Dr. Michael Blume, Filderstadt
Termin: 07.10.2021
Kursnummer: 094
Uhrzeit:

Donnerstag 17–20 Uhr mit einer Pause fürs Abendessen

Kursgebühr: 15 €
Abendessen: 14,50 €

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