mit einer Vorführung im Planetarium

Schwarze Löcher sind die wohl bizarrsten Objekte des Universums. In ihnen ist Materie derart stark komprimiert, dass – vereinfacht gesagt – nicht einmal mehr Licht entweichen kann. Aber selbst Albert Einstein glaubte nicht, dass Schwarze Löcher wirklich existieren, obwohl es sie nach seiner Allgemeinen Relativitätstheorie geben könnte.

Wenn sehr schweren Sternen am Ende ihres „Lebens“ der Brennstoff ausgeht und sie als gewaltige Supernova explodieren, kann nichts mehr den Kollaps des wenige Sonnenmassen schweren Sternkerns zum Schwarzen Loch aufhalten. Aber auch im Zentrum der Milchstraße und anderer Galaxien lauern gigantische Schwarze Löcher, die bis einige Milliarden Sonnenmassen Materie enthalten! Wie kann man Schwarze Löcher entdecken, wenn ihnen doch keine Strahlung entkommen kann? Welche Eigenschaften haben sie? Können sie uns gefährlich werden?
Schwarze Löcher verändern ihre Umgebung – gemessen an unserem alltäglichen Denken – auf völlig unerwartete Weise. Um Schwarze Löcher zu beschreiben, brauchen wir Einsteins Allgemeine Relativitätstheorie. Je näher man ihnen kommt, umso extremer ist Einstein zufolge die sogenannte Raumzeit gekrümmt – mit überraschenden Konsequenzen. Uhren z.B. gehen von außen betrachtet immer langsamer, bis sie schließlich an der Grenze zum Schwarzen Loch stehenbleiben. Aber was würde man beobachten, wenn man selbst in ein solches Loch hineinfiele?
Wie sieht es im Inneren eines Schwarzen Lochs aus? Diese Frage bringt uns an die Grenzen der derzeitigen Physik, denn hier prallen zwei ansonsten sehr erfolgreiche physikalische Theorien – die Allgemeine Relativitätstheorie und die Quantenphysik – unvereinbar aufeinander!

Der Referent ist Astrophysiker und arbeitet im Freiburger Planetarium.

Leitung: Dr. Martin Federspiel, Freiburg
Termin: 27.11. - 28.11.2020
Kursnummer: 127
Uhrzeit:

Freitag 17–21 Uhr mit einer Pause zum Abendessen; Samstag 10–12 Uhr Sondervorführung im Planetarium

Kursgebühr: (inkl. Planetarium) 35 €
Unterkunft und Verpflegung: (ohne Mittagessen): ab 54,50 €

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