Voraussetzungen und Vollendung

Die Wiege der Renaissance befindet sich in Florenz. Dort wurden durch Künstler wie Giotto und Masaccio Grundlagen geschaffen, auf denen beispielsweise Raffael und Michelangelo aufbauen, begonnene Entwicklungen fortsetzen und vollenden sowie in weitere Dimensionen der Kunst überleiten konnten.
Das Prinzip der Florentiner Künstler war das ‚disegno‘, die Zeichnung, die Form, die den Figuren ihre ‚dignità‘, ihre Würde verlieh. Raumtiefe, Perspektive und Körperlichkeit der Darstellung wurden ebenfalls wichtig.
Demgegenüber steht die venezianische Kunst ganz im Zeichen von Farbe und Licht: Zu Anfang des 16. Jh. wird durch Giorgione und Tizian die Wirkung von Licht und Farbe in der Malerei erprobt und eingesetzt, eine Entwicklung, die in dieser Form nur im venezianischen Umfeld entstehen konnte und mit Tintoretto und Veronese eindrucksvoll bestätigt wird.
In diesem Vortrag, der zugleich auf die Fahrt zur Ausstellung Tizian und die Renaissance in Venedig im Frankfurter Staedel am 17. März 2019 vorbereitet, soll auf diese Entwicklungen besonders eingegangen werden – zum einen auf die unterschiedlichen Ausgangssituationen in den italienischen Kunstzentren Florenz und Venedig, zum anderen auf die künstlerischen Entwicklungen der venezianischen Renaissancemalerei, die auf ihre Weise zur Vollendung einer der bedeutendsten Kunstepochen beitrugen.

Die Referentin ist Kunsthistorikerin und durch ihr Studium spezialisiert auf italienische Kunstgeschichte der Renais sance.

Leitung: Dr. Elisabeth Glück, Freiburg
Termin: 21.02.2019
Kursnummer: 020
Uhrzeit:

Donnerstag 18–20 Uhr

Kursgebühr: 10 €

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