Bild des Theaterzettel der Uraufführung, Wien 1790

Mozarts drittletzte Oper, im 19. Jahrhundert als frivol verpönt und als ein ,Ausrutscher‘ des großen Komponisten verlegen beiseitegeschoben, ist heute eines seiner am meisten aufgeführten und beim Publikum beliebtesten Werke. Das liegt nicht nur an der musikalischen Schönheit und dem unvergleichlichen dramatischen Schwung der Oper. Erst vor dem Hintergrund der Sozial- und Geistesgeschichte der Aufklärung im endenden 18. Jahrhundert erhält das Werk seine volle Bedeutung. Hinter den Verkleidungs- und Verwechslungsintrigen der turbulenten Handlung wird das zeitlose, tief ernste und ans Tragische rührende Problem der Auflösung aller personalen Bindungen im gattungshaften Spiel des Eros sichtbar.
Der Vortrag geht diesen Zusammenhängen nach und bezieht dabei auch Tonaufnahmen entscheidender Passagen des Werks mit ein.

Der Referent ist Germanist und leitete das Gymnasialreferat im Regierungspräsidium.

Leitung: Udo Müller, Waldkirch
Termin: 27.01.2020
Kursnummer: 010
Uhrzeit:

Montag 17–20 Uhr mit einer Pause für das Abendessen   

Kursgebühr: 12 €
Abendessen: 13 €

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