Reihe „Alsace Inconnue“

Bild eines "Melkers"

Im Gebiet der Hochvogesen gibt es eine besondere Art Bauern, die „Melker“ („marcaires“ auf Französisch). Sie leben den Winter über unten im Dorf und im Sommer auf den Hochweiden („First“ auf alemannisch). Wenn der Schnee verschwunden ist und genug Gras auf den Gipfeln und Hochweiden wächst, steigen sie mit der Kuhherde hinauf in ihre Melkerei und bleiben dort bis ungefähr Mitte Oktober. Man nennt das „'s wàndla“. Mitte Oktober geht es wieder bergab. Diese Art Leben ist eng mit dem Alpengebiet verbunden. In den Melkereien werden Milch, Butter und Käse produziert. Die meisten sind zugleich auch „fermes-auberges“ und bieten Speisen und Getränke an. Der berühmte Käse ist der Münsterkäse, er wird im ganzen Hochvogesen-Gebiet produziert.

Die Melker tragen oder trugen eine besondere Tracht, haben besondere Werkzeuge, Bräuche, Glaubensvorstellungen und Lieder entwickelt. Und in ihrer Sagenwelt leben und hausen Zwerge, Geister und andere geheimnisvolle Gestalten…
Im Vortrag am Freitag berichtet der Referent über Leben und Bräuche der Melker. Die Exkursion am Samstag führt ins elsässische Münstertal. Dort sind vor Ort die Sagen zu hören und auf einer Ferme Auberge kann eine Melkers-Mahlzeit genossen werden.

Der Referent ist Historiker und Volkskundler und hat umfangreich zur Geschichte und Volkskunde des Elsass publiziert.

Mehr unter www.gerard-leser.fr

Leitung: Gérard Leser, Colmar
Termin: 17.07. - 18.07.2020
Kursnummer: 082
Uhrzeit:

Freitag 18–ca. 20 Uhr Vortrag in der Bibliothek des Alemannischen Instituts (Bertoldstr. 45, Freiburg); Samstag 9 Uhr Abfahrt am Konzerthaus, Rückkehr ca. 18 Uhr

Teilnehmeranzahl: max. 25 für die Fahrt
Kursgebühr: (inkl. Fahrt): 60 €.
Übernachtung und Frühstück: ab 41,50 €
Mittagsmenü: wird vor Ort bezahlt

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