Lesung mit Musik

In den letzten Wochen seines Lebens, im Frühling 1934, geschieht dem obdachlosen Trinker Andreas, der unter den Brücken der Seine nächtigt, eine ganze Serie von Wundern. Über Joseph Roth, der diese tragische und komische Geschichte als eine Aneinanderreihung äußerst seltsamer Begebenheiten erzählt, hat Marcel Reich-Ranicki einmal gesagt: „Er war ein herzlicher Analytiker und ein disziplinierter Plauderer, ein barmherziger und unerbittlicher Erzähler: Er litt mit seinen Geschöpfen, aber er verurteilte sie nie.“

Joseph Roth nannte diese letzte seiner Erzählungen sein „Testament“: Sie ist in besonderem Maß gelöst und voll halbversteckter Ironie und zeichnet mit großer Brillanz die Geschichte des frommen Trinkers, der an Wunder glaubt und die Illusion der Verzweiflung vorzieht.

Im Vortrag tritt die wunderbare Prosa Joseph Roths in einen fließenden Dialog mit künstlerisch anspruchsvoller Akkordeonmusik, gespielt von Nejc Grm.

Ingeborg Alice Waldherr ist als Theaterregisseurin und Dozentin im In- und Ausland tätig. Mehr: http://ingeborgwaldherr.de
Nejc Grm ist ein junger Akkordeonspieler aus Ljubljana/Slowenien, der bereits zahlreiche Preise gewonnen hat; er arbeitet zurzeit an den Musikhochschulen Freiburg und Basel.

Leitung: Ingeborg Alice Waldherr, Freiburg
Termin: 15.04.2019
Kursnummer: 047
Uhrzeit:

Montag 18–20 Uhr

Kursgebühr: 10 €

» ANMELDUNG