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Im antiken Griechenland hieß sie Artemis, bei den Römern Diana. Sie galt als Zwillingsschwester des Sonnengottes Apoll und wurde als Mondgöttin verehrt. Der Bogen, der sie als Göttin der Jagd auszeichnet, wurde mit der Mondsichel verglichen, welche die monatliche Wiedergeburt des Mondes versinnbildlicht. So konnte sie auch als Schutzgöttin der Geburt verehrt werden.

Bekannt ist ihre Darstellung als vielbrüstige Göttin im Tempel zu Ephesus (siehe Abb.), der zu den sieben Weltwundern der Antike gehörte. Auf ihrem Brustschild trägt sie den Zodiak in Form von allen zwölf Tierkreiszeichen. Symbolisch wurde sie durch diese Darstellung zur Herrin der ganzen Welt, zur Panthea. Noch mittelalterliche Bischöfe klagten darüber, dass der Diana ein Drittel der Welt huldige.

Vom 13.–15. August feierte man einst Tod und Auferstehung der Mondgöttin, was hierzulande mit dem Beginn des sog. Frauendreißigers zusammen fällt, der am 8. September endet. Dies bezeichnet die heilige „Zeit der Schnitterinnen“, wenn das Korn mit der Sichel gemäht und der Kräuterstrauß für die Göttin gepflückt wurde.
Die Hasel gilt als der heilige Baum der Diana-Artemis, ein abgeschnittener Haselzweig wurde zu ihrem Symbol, wovon bis heute noch einige Märchen erzählen…

Die Referentin ist feministische Theologin, vergleichende Religionswissenschaftlerin, Autorin zahlreicher Bücher zur Mythologie.

Leitung: Dr. Vera Zingsem, Tübingen
Termin: 08.09.2019
Kursnummer: 099
Uhrzeit:

Sonntag 10–16 Uhr mit einer Pause für das Mittagessen

Teilnehmeranzahl: max. 25
Kursgebühr: 25 €
Mittagsmenü: 15 €

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