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Aphrodite (lat. Venus) ist gewiss die am meisten missverstandene Göttin. In der Antike galt sie als Göttin der Schöpfung wie auch der Auferstehung, stand ebenso am Beginn des Lebens wie an seinem Ende. Sie war im wahrsten Sinn des Wortes „allumfassend“ in ihren Wirkungen, die sich auf Menschen, Tiere und Pflanzen gleichermaßen bezogen. Die Römer setzten ihr unter Kaiser Hadrian sogar ein Denkmal in der Grabeskirche zu Jerusalem, was ihre große Nähe zur Symbolwelt des damals aufkommenden Christentums verdeutlicht.

Wer ist diese Göttin, die wir heute allzu voreilig mit der Schönheit und Makellosigkeit allein des weiblichen Körpers, mit Sexualität und Fruchtbarkeit zusammen sehen wollen? Bereits ihre Geburt gibt zu denken: Als die „Schaumgeborene“ verbindet sie den Himmel mit der Erde. Später wird daraus die „Muschelgeborene“. Ihre Beziehung zu Meer und Wassertiefe ist in die Geschichte dieser Göttin unabdingbar eingeschrieben. Ihr Symbol wurde deshalb u.a. der Fisch. Den Venusstern benennen wir noch heute nach ihr. Doch was bedeutet das alles?

In diesem Seminar lüftet die Referentin einige der Geheimnisse, die sich um die Göttin ranken. Dabei geht es auch darum, Liebe und Sexualität wieder tiefer und umfassender zu verstehen.

Die Referentin ist feministische Theologin, vergleichende Religionswissenschaftlerin, Autorin zahlreicher Bücher zur Mythologie.

Leitung: Dr. Vera Zingsem, Tübingen
Termin: 01.06. - 02.06.2019
Kursnummer: 063
Uhrzeit:

Samstag 17–21 Uhr mit einer Pause für das Abendessen, Sonntag 9.30 Uhr bis 12.30 Uhr. Ende mit dem Mittagessen

Teilnehmeranzahl: max. 25
Kursgebühr: 35 €
Unterkunft und Verpflegung: ab 67 €

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