Kurs 023a
01.03.2018

Dr. Nana Hartig, Emmendingen

Wie wirken Kriegstraumata in der Generation der Kinder und Enkel –
und was hilft?

>> Zusatzveranstaltung aufgrund der großen Nachfrage <<
Anmeldung unbedingt erforderlich!

Unerklärliche Ängste, emotionale Leere, Gefühlskälte, Leistungsdruck, Heimatlosigkeit und fehlende Zugehörigkeit, Selbst-Unsicherheit… Die Liste der Gefühle, die neben einem direkten biografischen Bezug auch ihre Ursache in den traumatischen Kriegserlebnissen der Eltern und Großeltern haben können, ist lang. Woran kann man Folgen von einem oder mehreren traumatischen Erlebnissen der Eltern oder Großeltern erkennen? Wie äußert sich das im eigenen Leben? Wie kann man damit umgehen? Und vor allem: Was kann man tun, um sich davon zu lösen?

Auch wenn manches aus der Familiengeschichte bekannt ist, hat gerade das Schweigen die Kinder und Enkel der Kriegsgeneration empfänglich gemacht für emotionale Folgen traumatischer Kriegserfahrungen. Die weitergegebenen Gefühle sind jedoch meist schwer zu greifen und zu begreifen. Erfahrungen von Leere und Diffusität sind oft das Einzige, was vordergründig wahrnehmbar ist. Wie man einen Schritt beiseite tun kann, um sich abzugrenzen und loszulassen, was nicht das Eigene ist, wird im Vortrag dargestellt. Die Kette der Trauma­wei­ter­gabe kann unterbrochen werden. Und das lohnt sich: für uns selbst, für unsere Eltern und für unsere Kinder.

Die Referentin ist Kulturanthropologin und Tanztherapeutin in Fortbildung zur Kreativen Leibtherapeutin. Als selbst Betroffene hat sie sich auf die therapeutische Arbeit mit transgenerativen Traumata spezialisiert. 

Teilnehmerzahl:
max. 30

Zeit: Donnerstag 18–20 Uhr
Teilnahme: 10 €

 

 

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