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Kurs 1016

02.05.2010

Verschiedene Dozenten,

Johann Peter Hebel: „Die Vergänglichkeit“ – ein interdisziplinäres Projekt

hebel

2010 wird in Baden-Württemberg der 250. Geburtstag von Johann Peter Hebel gefeiert. In Freiburg, einem Ort, wo Hebel nicht gelebt hat, obwohl man ihn gern als Pastor dorthin berufen hätte, soll er in einem spartenübergreifenden Projekt gewürdigt werden. Es bringt Menschen zusammen, die sich schon seit geraumer Zeit künstlerisch und wissenschaftlich mit Hebel und seinem wichtigsten Gedicht auseinandergesetzt haben. Seine in die Landschaft am Oberrhein eingebettete eindringliche Vision des Weltuntergangs hat nichts von ihrer Aktualität verloren. Hierüber werden der Maler Hans Martin Ehrhardt, der Komponist Dieter Schnebel und der Literaturwissenschaftler Hans Martin Gauger ins Gespräch kommen.








Prof. Hans Martin Erhardt ist Thoma-Preisträger; er lehrte an der Karlsruher Universität. Sein künstlerisches Denken kreist seit langem um das Thema „Dauer und Vergänglichkeit". Gegenwärtig entsteht eine von Hebels Gedicht inspirierte Serie von Bildern, die zu Beginn der Veranstaltung in einer Ausstellung im kleinen Foyer des Waldhofs durch den Künstler vorgestellt wird.







Prof. Dr. Dr. h.c. Dieter Schnebel, der heute in Berlin lebende Professor für Komposition, wurde seinerzeit durch die Verleihung des Hebel-Preises an seine Schwiegermutter Marie-Luise Kaschnitz zu einer Komposition zu Texten Hebels angeregt, in deren Mittelpunkt „Die Vergänglichkeit" steht: "Jowaegerli" wurde 1984 bei den Donaueschinger Musiktagen uraufgeführt.





Prof. Dr. Hans-Martin Gauger, als Literaturwissenschaftler und ‚homme de lettres' weit über Freiburg hinaus bekannt, wird eine aktualisierte Fassung seiner bereits veröffentlichten Gedanken über Hebel und „Die Vergänglichkeit" vortragen.






Renate Braunschweig-Ullmann, von der die Anregung zu diesem interdisziplinären Projekt ausging, hat sich seit ihrer Zeit als Kulturjournalistin in Karlsruhe immer wieder mit Hebel beschäftigt und bringt als biografische Ergänzung „Die Vergänglichkeit vor dem Hintergrund des Todes der Mutter Hebels" ein sowie Betrachtungen über „Hebel und die Frauen".

Sonntag, 15 - 21 Uhr
Teilnahme: 27,- €, Einzelvorträge: 7,- €
Kaffee und Abendessen: 13,50 €