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14.05. – 15.05.2011

Dr. Michael Harder, Chemiker, Staufen

2.Symposium Neues Denken:

Auf der Suche nach der neuen Ökonomie

Zeiten der Orientierungslosigkeit gehen oft Umbrüche im Denken voraus. Alte Paradigmen werden aufgebrochen, neue entstehen. Wir befinden uns in einer derartigen Phase. „Neuem Denken“ soll diese neuartige Veranstaltungsreihe ein Forum schaffen. Nach den elementaren Fragen der Naturwissenschaft, die im Sommer 2010 behandelt wurden, wenden wir uns in diesem Jahr der Suche nach einer neuen Ökonomie zu.

 

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Am ersten Tag des Symposiums wird das aktuelle ökonomische System analysiert und überlegt, wie wir unsere Ökonomie so verändern und gerechter machen können, dass sie uns auch weiterhin erfolgreich zu Diensten sein kann. Die Vorträge werden das Geldsystem beleuchten und das Verhältnis von realer Ökonomie zum Handel mit Währungen und Derivaten. Das Problem von Währungsunionen wird ebenso eine Rolle spielen wie der Wettbewerb der Globalisierung, die soziale Schere zwischen Arm und Reich und ihre Auswirkungen auf den Binnenmarkt, die Familien und die Ausbildung unseres Nachwuchses. Wie viel Nachhaltigkeit braucht also unsere Ökonomie? Welche Alternativen gibt es, unser System zu reformieren? Was ist mit einem bedingungslosen Grundeinkommen?

Am zweiten Tag richten wir den Blick in die Zukunft. Was würde geschehen, wenn aufgrund von Währungs- und Wirtschaftskrisen, von Rohstoffengpässen oder anderen Auslösern ganze Bereiche unseres Wirtschaftslebens beeinträchtigt werden? Welche Szenarien existieren bereits hierfür? Und wie wird eine „Postwachstumsökonomie“ aussehen?

Auf diese Fragen versucht diese populärwissenschaftliche Ver­anstaltung in allgemeinverständlichen Vorträgen (alle in deutscher Sprache) Antworten zu finden. Sieben ausgesuchte Referenten - Wirtschaftsexperten und ‚Querdenker’ - werden zu den ökonomischen Brennpunkten Stellung nehmen und sich in einer anschließenden Podiumsdiskussion austauschen.

 

Das detaillierte Programm: 

Samstag:  Ist die etablierte Ökonomie noch zu retten?

11.00 Uhr:    Dr. Michael Harder:  "Die Physik der globalisierten Ökonomie"

Michael Harder arbeitet seit vielen Jahren auf dem Grenzgebiet von Physik und Ökonomie und analysiert das aktuelle ökonomische System mit Methoden der Systemtheorie und der „Neuen Spieltheorie“, die sich beide mit den Folgen begrenzter Systeme beschäfti-gen, was die etablierte Ökonomie bisher verweigert. Er ist  Initiator der Symposiums-Reihe "Neues Denken" und übernimmt die Tagungsleitung.

12.00 Uhr:    Mittagessen

13.30 Uhr:    Prof. Dr. Heiner Flassbeck:  "Die Marktwirtschaft des 21. Jahrhunderts"

Heiner Flassbeck ist Chefvolkswirt der Handelkonferenz der UN (Unctad, Genf) und war Staatssekretär im Bundesfinanzministerium. Mit seinem Insider-Wissen ist er gleichzeitig ein bedeutender Autor zahlreicher Bücher, die sich mit den Problemen der aktuellen ökonomischen Situation beschäftigen – und den daraus resultierenden Lösungsvorschlägen.

14.45 Uhr:    Prof. Dr. Bernd Senf: "Zur Problematik des bestehenden Geldsystems"

Bernd Senf war von 1973 bis 2009 Professor für Volkswirtschaftslehre an der Fachhochschule für Wirtschaft in Berlin. Er gilt als einer der renommiertesten Kenner unseres Geldsystems, das er bereits seit langer Zeit als eine der tieferen Ursachen für die globale Finanzkrise ansieht.

16.00 Uhr:    Kaffeepause

16.30 Uhr:    Prof. Dr. Tilman Allert:  "Der soziale Verfall in Zeiten der Globalisierung"

Tilman Allert ist Professor für Soziologie und Sozialpsychologie an der Universität Frankfurt und zeigt in seinem Vortrag, welche Folgen die Dominanz der Ökonomie  bei den gesellschaftlich elementaren, sozialen Aufgaben in den Familien hat.

17.30 Uhr:    Diskussion

18.00 Uhr:    Abendessen










Der Abend steht zur freien Verfügung. Besuch in der Freiburger Altstadt o.ä.


Sonntag:  Grundgedanken einer neuen Ökonomie

 9.30 Uhr:     Dr. Michael Kalff:  "Systemcrash? Und was kommt danach?"

Michael Kalff unterrichtet an der FH Konstanz und setzt dort wichtige neue Impulse zur Veränderung des ökonomischen Denkens und der geltenden ökonomischen Lehre. Welche Auswirkungen hätte ein Systemcrash der Ökonomie? Hierzu werden Szenarien erörtert, verbunden mit der Frage, was danach kommen wird.

10.45 Uhr:    apl. Prof. Dr. Niko Paech:  "Grundlagen einer Postwachstumsökonomie"

Niko Paech ist Professor für Produktion und Umwelt an der Universität Oldenburg. Seine Forschungsschwerpunkte beschäftigen sich mit dem notwendigen Strukturwandel, der für eine nachhaltige Ökonomie nötig ist. Sein Vortrag wird zeigen, wie eine Ökonomie ohne Wachstum aussehen könnte.

12.00 Uhr:    Mittagessen

13.30 Uhr:    Ralph Boes:  "Grundeinkommen in Gesellschaft und Familie"

Ralph Boes ist Vorstandsmitglied der Bürgerinitiative bedingungsloses Grundeinkommen (Berlin) und einer der wichtigsten Vertreter dieser Idee. In seinem Vortrag wird er die Idee des bedingungslosen Grund-einkommens umreißen und ihre Bedeutung für Familienförderung und -gerechtigkeit erläutern.

15.00 Uhr:    Podiumsdiskussion:  "Glück statt Bruttoinlandsprodukt?  Mehr Sein statt Tun?  Welche Leistung soll sich lohnen?"

Die Experten sind sich längst einig, dass das BIP als Indikator für den Erfolg einer Gesellschaft überholt ist. Woran wollen wir uns zukünftig aber messen lassen? An Glück und Zufriedenheit? An Menschlichkeit und sozialer Gerechtigkeit? Diese und andere Fragen werden im Zentrum einer Podiumsdiskussion mit den Referenten stehen.

16.00 Uhr:    voraussichtliches Ende der Veranstaltung




 Beginn: Samstag, 11 Uhr
Ende: Sonntag, 16 Uhr
Teilnahme: 40,- € (erm. 30,- €)
Unterkunft und Verpflegung: 68,- €