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23.01. – 24.01.2010
Dr. Gabriele Beinhorn, SWR, Baden-Baden
Mythos, Magier, Megastar: Niccolò Paganini (1782-1840)
Vampir mit Violine hat Heinrich Heine ihn genannt. Als Hexenmeister, Satansbrut und Teufelsgeiger hat ihn seine völlig hysterisierte Fangemeinde über den Tod hinaus stigmatisiert. Für die Zeitgenossen war er mehr als nur ein atemberaubender Geigenvirtuose; Paganini war so etwas wie der erste skandalumwitterte Popstar der Musikgeschichte.
Bis heute haftet ihm das Flair des Übersinnlichen an. Zu Lebzeiten galt er als Inkarnation exzessiver Phantastik - und das nicht allein um seiner grotesken Erscheinung willen. Unzählige Geschichten, Geheimnisse und Gerüchte ranken sich um diesen Künstler, der an seinem selbst inszenierten Image zuletzt zerbrach. Aus biographischen Zutaten wie Gefängnisaufenthalt, Spielsucht, Liebesaffären und triumphalen Erfolgen braute sich eine abenteuerliche Biographie zusammen, aus der man durchaus einen schwarzromantischen Roman à la E.T.A. Hoffmann hätte machen können. Stattdessen wurde ausgerechnet Franz Léhars gleichnamige Operette daraus, und später noch ein Klaus-Kinski-Film. Bis in unsere Tage bleibt Paganini ein Faszinosum - und: er setzte musikgeschichtlich einen Markstein.
Das Seminar bietet eine biografische Spurensuche und einen Streifzug durch Paganinis eigene Musik.
Beginn: Samstag, 17 Uhr
Ende: Sonntag mit dem Mittagessen
Teilnahme: 25,- €
Unterkunft und Verpflegung: 52,- €
