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18.10.2009

Patrick Anthony Brooks, Freiburg

Koran und Hadith

Die heiligen Texte des Islam

Für Muslime ist der Koran das lebendige Wort eines liebenden und mahnenden Gottes, der den Menschen zu einem wert- und friedvolleren Leben verhilft. Vielen Nicht-Muslimen dagegen erscheint er als die gewaltbejahende Stiftungsurkunde einer archaischen Religion mit menschenverachtender Weltanschauung, die mit unseren Vorstellungen von Recht und Rechtstaatlichkeit nicht in Einklang zu bringen ist. Ein gegenseitiges Verstehen scheint fast unmöglich. Was es braucht, ist ein neuer, unverstellter Blick, eine rationale und unparteiische Darstellung, die den Kontext der Entstehung mit einbezieht, um sich selbst ein Bild zu machen und die Sichtweise der Muslime besser verstehen zu können.


Dabei hilft auch die Kenntnis des Hadith, der Sammlung der Berichte über die Worte und Taten des Propheten. Es wird sich zeigen, dass es - wie in den anderen Weltreligionen - auch innerhalb des Islam verschiedene Meinungen gibt und dass Traditionalismus neben Reformismus und Terror neben Gewaltlosigkeit stehen.

Die Seminarteilnehmer sind eingeladen, die Texte und ihre Bedeutung für den Alltag der Muslime kennen zu lernen und Fragen zu stellen, die sie als Nicht-Muslime an den Islam haben.

Das Seminar findet statt im Rahmen des Projekts "Interkulturelle Bildung - Neue Brücken bauen" und wird von der Landesstiftung Baden-Württemberg gefördert. Der Kursleiter studiert Geschichte und Islamwissenschaft an der Universität Freiburg.

Teilnehmerzahl: max. 20
Sonntag, 14.30 - 21 Uhr
Teilnahme (inkl. Unterlagen): 20,- EUR
Verpflegung: 15,- EUR